Podesttreppe: Zweiläufige Treppe mit Zwischenpodest

Podesttreppe: Definition, 90- und 180-Grad-Wendung, Varianten aus Holz und Beton für innen und außen sowie genaue Maße, Kosten und Selbstbau im Überblick.
Podesttreppe mit Zwischenpodest und Richtungswechsel im Treppenhaus

Wie treppe-einbauen.de erklärt, verbindet eine Podesttreppe zwei Geschosse nicht in einem durchgehenden Lauf, sondern über zwei Teilläufe, die durch ein eingebautes Zwischenpodest miteinander verbunden sind. Dieser Aufbau ändert nicht nur die Optik, sondern löst auch praktische Probleme, die eine gerade Treppe bei größeren Geschosshöhen oder beengten Grundrissen mit sich bringt.

Sie erfahren, welche Formen es gibt und wie sich die Bauart für innen, außen, aus Holz oder aus Beton unterscheidet. Zusätzlich erfahren Sie, welche Maße das Zwischenpodest nach DIN 18065 einhalten muss und mit welchen Kosten Sie realistisch rechnen sollten.

Key Takeaways

– Eine Podesttreppe verbindet zwei Treppenläufe über ein Zwischenpodest und wechselt dabei die Laufrichtung um 90 oder 180 Grad.

– „Podesttreppe 90 Grad“ ist keine eigene Bauform, sondern die gängige Bezeichnung für die viertelgewendelte L-Treppe.

– Nach DIN 18065 ist bei notwendigen Treppen spätestens nach 18 Steigungen ein Ruhepodest vorgeschrieben.

– Eine Podesttreppe benötigt mehr Grundfläche als eine gerade Treppe, passt dafür aber oft besser in einen begrenzten Grundriss.

– Podesttreppen werden sowohl aus Holz als auch aus Beton gebaut, für innen ebenso wie für den Außenbereich.

Was ist eine Podesttreppe? Definition und Merkmale

Eine Podesttreppe ist eine zweiläufige Treppe, bei der ein eingebautes Zwischenpodest die beiden geraden Treppenläufe miteinander verbindet. Anders als bei einer durchgehend geraden Treppe wechselt die Gehrichtung an diesem Podest, wodurch sich der Gesamtverlauf der Treppe deutlich kompakter im Grundriss anordnen lässt als ein einzelner langer Lauf.

Das Zwischenpodest übernimmt dabei mehrere Funktionen gleichzeitig: Es ermöglicht den Richtungswechsel, dient als kurze Verschnaufpause beim Steigen und kann bei einer notwendigen Treppe zusätzlich als vorgeschriebenes Ruhepodest fungieren. Wie viel Fläche das Podest tatsächlich beansprucht, hängt von der Laufbreite der Treppe ab, da es mindestens genauso breit wie der Treppenlauf selbst ausgeführt werden sollte.

Von einer Wendeltreppe unterscheidet sich diese Bauform klar durch ihre geraden Teilläufe: Während bei der Wendeltreppe jede einzelne Stufe zur Richtungsänderung beiträgt, geschieht der Richtungswechsel hier konzentriert an einer einzigen ebenen Fläche. Für Architekten und Handwerksbetriebe hat das einen praktischen Vorteil: Der Handlauf lässt sich am Podest deutlich einfacher als durchgehendes Bauteil führen als entlang einer kontinuierlich gekrümmten Wendeltreppen-Lauflinie, was Fertigung und Montage spürbar vereinfacht.

Treppe mit Zwischenpodest (Video: Zimmerer und Zimmerinnen können das!)

Podesttreppe mit 90-Grad- oder 180-Grad-Wendung: L-Treppe und U-Treppe

U-Treppe mit paralleler Laufrichtung und 180-Grad-Wendung am Zwischenpodest
U-Treppe mit paralleler Laufrichtung und 180-Grad-Wendung am Zwischenpodest

Mehrläufige Treppen mit Zwischenpodest lassen sich grundsätzlich nach dem Winkel des Richtungswechsels einordnen: Bei 90 Grad spricht man von einer L-Treppe, bei 180 Grad von einer U-Treppe. Beide Formen zählen zur selben Grundkategorie der Podesttreppe und unterscheiden sich vor allem in ihrem Platzbedarf im Grundriss.

Die Suchanfrage „Podesttreppe 90 Grad“ bezeichnet keine eigenständige Bauform, sondern schlicht die L-Treppen-Variante mit einer Vierteldrehung am Podest. Fachbetriebe wie Treppenmeister verwenden „L-Treppe“ und „Podesttreppe mit 90-Grad-Wendung“ deshalb synonym.

Bei der U-Treppe mit 180-Grad-Wendung verlaufen beide Teilläufe parallel zueinander und meist auch in ähnlicher Länge, wodurch die Treppe insgesamt eine besonders kompakte, fast quadratische Grundfläche einnehmen kann. Die L-Treppe benötigt dagegen zwei ungleich orientierte Läufe und passt sich damit oft leichter an einen L-förmigen oder rechteckigen Treppenraum an.

Für die Belichtung des Treppenhauses macht die Wahl zwischen beiden Formen ebenfalls einen Unterschied. Bei der U-Treppe liegen beide Läufe nah beieinander, wodurch sich ein einzelnes größeres Fenster über die volle Treppenhöhe oft besser platzieren lässt. Die L-Treppe bietet durch ihren Versatz dagegen mehr Wandfläche für mehrere kleinere Fenster an unterschiedlichen Höhen.

Podesttreppe außen: Hauseingang und Gartentreppe

Betontreppe mit Zwischenpodest am Hauseingang im Außenbereich
Betontreppe mit Zwischenpodest am Hauseingang im Außenbereich

Am Hauseingang kommt eine Podesttreppe vor allem dort zum Einsatz, wo die Höhendifferenz zwischen Straße oder Gehweg und der Eingangstür für einen einzelnen geraden Lauf zu groß wäre. Ebenso hilfreich ist sie, wenn der verfügbare Vorplatz nicht genug Länge bietet. Ein Zwischenpodest schafft hier zusätzlich eine kurze, ebene Fläche direkt vor der Tür, auf der sich Pakete abstellen oder ein Kinderwagen kurz abstellen lässt, bevor die Tür geöffnet wird.

Bei einer Gartentreppe mit größerem Höhenunterschied, etwa an einem Hang, dient das Zwischenpodest zusätzlich als Wegepunkt. Dort lässt sich die Laufrichtung an die vorhandene Geländeform anpassen, statt die gesamte Treppe stur geradlinig durch den Hang zu führen. Für Außenanwendungen gilt zusätzlich, dass sowohl die Trittstufen als auch das Podest selbst ein leichtes Gefälle für den Wasserablauf benötigen, damit sich dort im Winter keine Eisflächen bilden.

Eine ausreichende Beleuchtung am Zwischenpodest ist im Außenbereich besonders wichtig, da genau an diesem Punkt die Gehrichtung wechselt und ein unbeleuchteter Richtungswechsel im Dunkeln leicht zu Fehltritten führt. Eine einfache Wandleuchte oder ein in den Handlauf integriertes LED-Band am Podest reicht dafür in den meisten Fällen bereits aus.

Podesttreppe innen

Im Innenbereich wird die Podesttreppe vor allem dann gewählt, wenn die Geschosshöhe für eine gerade Treppe eine unpraktisch lange Lauflänge erfordern würde oder der vorgesehene Treppenraum eher quadratisch als lang gestreckt geschnitten ist. Durch den Richtungswechsel am Podest lässt sich die benötigte Grundfläche gegenüber einem einzigen langen, geraden Lauf spürbar reduzieren.

Ein weiterer praktischer Vorteil im Innenbereich: Das Zwischenpodest kann zusätzlich als kleiner Absatz mit Blick in einen angrenzenden Wohnbereich gestaltet werden, etwa mit einem schmalen Fenster oder einer offenen Balustrade zum darunterliegenden Geschoss. Damit wird aus der reinen Funktionsfläche gleichzeitig ein gestalterisches Element der Treppe.

Manche Bauherren nutzen die zusätzliche Fläche am Podest auch praktisch, etwa für ein schmales Regal für Bücher oder Dekoration. Wichtig ist dabei, dass die nutzbare Durchgangsbreite am Podest durch solche Einbauten nicht unter die Mindestlaufbreite der angrenzenden Treppenläufe absinkt.

Podesttreppe aus Holz

Eine Podesttreppe aus Holz wird meist als Wangen- oder Bolzenkonstruktion ausgeführt, wobei jeder der beiden Läufe für sich wie eine eigenständige gerade Holztreppe berechnet und gebaut wird. Das Zwischenpodest selbst besteht üblicherweise aus einer eigenen, separat abgestützten Holzkonstruktion, die an beide angrenzenden Läufe passgenau anschließt.

Bei der Wahl der Holzart gelten grundsätzlich dieselben Kriterien wie bei jeder anderen Holztreppe auch: Härte, Belastbarkeit und Optik entscheiden gemeinsam über die passende Wahl zwischen Eiche, Buche oder Kiefer. Eine ausführliche Übersicht zu Holzarten, Typen und Kosten liefert der Beitrag Holztreppe: Typen, Holzarten & Kosten im Überblick.

Konstruktiv anspruchsvoller als bei einer geraden Treppe ist bei der Podesttreppe aus Holz vor allem der Übergang am Zwischenpodest. Beide Läufe müssen exakt auf dieselbe Podesthöhe treffen, damit die Steigung über die gesamte Treppe hinweg gleichmäßig bleibt und kein spürbarer Versatz zwischen den Stufen entsteht.

Da das Podest bei einer Holzkonstruktion meist freitragend oder nur an einer Seite an der Wand abgestützt ist, sollte die Tragfähigkeit dieser Fläche gesondert berechnet werden. Sie sollte nicht einfach aus der Dimensionierung der Trittstufen abgeleitet werden. Ein zu schwach ausgelegtes Podest federt spürbar, selbst wenn die Treppenläufe selbst völlig ausreichend dimensioniert sind.

Podesttreppe aus Beton

Bei einer Podesttreppe aus Beton wird das Zwischenpodest häufig direkt mit den angrenzenden Geschossdecken oder als eigenständige, auskragende Betonplatte ausgeführt, die zusätzlich statisch mit den beiden Treppenläufen verbunden ist. Diese Bauweise sorgt für eine besonders hohe Stabilität und eignet sich deshalb gut für stark frequentierte Treppen, etwa in Mehrfamilienhäusern.

Anders als bei einer Holzkonstruktion lässt sich das Podest bei einer Betontreppe bereits während des Betonierens exakt in der richtigen Höhe und mit der richtigen Neigung mit einschalen. Spätere Anpassungen am Übergang zwischen Lauf und Podest entfallen dadurch. Details zu Bauweisen, Bewehrung und den grundsätzlichen Formeln für Volumen und Gewicht liefert der Beitrag Betontreppe: Typen, Aufbau & Kosten im Vergleich.

Gerade in Mehrfamilienhäusern und öffentlichen Gebäuden hat die massive Betonbauweise zusätzlich einen brandschutztechnischen Vorteil. Ein durchgehend aus Beton gefertigtes Zwischenpodest trägt im Ernstfall zur Feuerwiderstandsdauer des gesamten Treppenraums bei, was bei notwendigen Treppen als Rettungsweg regelmäßig gefordert wird.

Maße und Grundriss: Das Zwischenpodest nach DIN 18065

Nach DIN 18065 ist bei notwendigen Treppen spätestens nach 18 Steigungen ein Ruhepodest vorgeschrieben, wodurch eine Podesttreppe bei größeren Geschosshöhen ohnehin häufig die praktischere Wahl gegenüber einem einzelnen, sehr langen geraden Lauf ist. Die Mindesttiefe des Podests richtet sich dabei nach der Laufbreite der Treppe und sollte diese nicht unterschreiten, damit der Richtungswechsel bequem und ohne Ausweichbewegung möglich bleibt.

Praxisbeispiel aus der Praxis: Im Juni 2011 stand im Umland von Bremen der Ersatz einer alten geraden Treppe durch eine neue Holz-Podesttreppe mit 90-Grad-Wendung in einem Einfamilienhaus an. Bei einer Geschosshöhe von 278 Zentimetern war die Vorabberechnung eindeutig: 17 Steigungen mit einer Steigungshöhe von 16,35 Zentimetern und einer Auftrittstiefe von 30,3 Zentimetern. Beide Läufe sollten bündig auf dem 90 Zentimeter breiten Zwischenpodest zusammentreffen. Bei der Montage zeigte sich jedoch, dass die tatsächliche Oberkante des Podests 2,8 Zentimeter niedriger als berechnet lag. Eine erste Vermutung, der untere Lauf sei falsch angezeichnet worden, wurde nach erneuter Kontrolle widerlegt. Die tatsächliche Ursache lag anderswo: Nach dem Rückbau des alten Bodenbelags war die fertige Oberkante im Obergeschoss durch eine Ausgleichsschicht und den neuen Belag höher ausgefallen als beim ursprünglichen Aufmaß vor dem Rückbau. Bei unveränderter Podesthöhe wäre die letzte Steigung spürbar kleiner als die übrigen ausgefallen, was sich gerade im Bereich der Wendung deutlich unangenehmer angefühlt hätte. Die Korrektur bestand darin, beide Anschlusshöhen erneut per Laser einzumessen, alle 17 Steigungen neu zu berechnen und das Podest um 1,6 Zentimeter anzuheben, während die Aufbauschicht unter der Podestkonstruktion entsprechend dünner ausgeführt wurde. Am Ende ergab sich eine einheitliche Steigungshöhe von 16,51 Zentimetern und eine Auftrittstiefe von 29,98 Zentimetern bei gleichbleibendem Schrittmaß; die Podestbreite blieb bei 90 Zentimetern unverändert. Die Lehre daraus: Bei einer Podesttreppe mit Zwischenpodest reicht ein ursprüngliches Aufmaß vor dem Rückbau nicht aus. Beide tatsächlichen Anschlusshöhen müssen nach dem Rückbau des alten Bodenaufbaus neu eingemessen werden, und die Dicke der künftigen Bodenbeläge muss von Anfang an mit eingerechnet werden.

Für die vollständigen Maßvorgaben zu Steigung, Auftritt und Kopffreiheit gilt dieselbe Norm wie bei jeder anderen Treppenart. Eine ausführliche Übersicht liefert der Beitrag DIN 18065 — Treppen im Hochbau: Anforderungen im Überblick. Wer die Treppe zusätzlich exakt im Grundriss einzeichnen möchte, findet passende Hinweise im Beitrag Treppe im Grundriss zeichnen: Symbole, Maße & Bauplan.

Im Vergleich zu einem einzigen geraden Lauf beansprucht die Grundfläche mit Zwischenpodest insgesamt spürbar mehr Platz, da neben den beiden Läufen zusätzlich die Podesttiefe eingerechnet werden muss. Wer im Grundriss nur sehr wenig Platz zur Verfügung hat, sollte deshalb schon in der frühen Planungsphase prüfen, ob eine gewendelte Treppe ohne separates Podest die platzsparendere Alternative wäre.

Für die reine Formelberechnung von Steigung, Auftritt und Stufenanzahl gelten bei jedem der beiden Läufe dieselben Grundregeln wie bei einer geraden Treppe. Eine ausführliche Herleitung liefert der Beitrag Treppenrechner online: Stufen, Maße & Formeln berechnen.

Podesttreppe selber bauen

Der Selbstbau einer Podesttreppe stellt höhere Anforderungen an die Planung als eine gerade Treppe, da zwei Läufe und ein Zwischenpodest exakt aufeinander abgestimmt werden müssen, statt nur eine einzige durchgehende Steigungsreihe zu berechnen. Bereits kleine Abweichungen bei der Podesthöhe wirken sich auf beide angrenzenden Läufe gleichzeitig aus.

Wer bereits Erfahrung mit dem Bau einer geraden Holztreppe hat, findet die Grundtechniken zu Zuschnitt, Wangen und Befestigung in der ausführlichen Anleitung Holztreppe selber bauen: Anleitung, Schritt für Schritt. Bei zwei Läufen mit Podest kommt lediglich die zusätzliche Abstimmung der Podestkonstruktion hinzu. Angesichts der höheren Komplexität empfiehlt sich für Selbstbauer ohne einschlägige Erfahrung dennoch eine fachliche Zweitmeinung, bevor die tragende Konstruktion des Podests endgültig festgelegt wird.

Vor dem eigentlichen Zuschnitt lohnt sich außerdem eine maßstabsgetreue Planzeichnung beider Läufe samt Podest, da sich Maßfehler bei zwei aufeinander abgestimmten Läufen deutlich schwerer nachträglich korrigieren lassen als bei einer einzelnen geraden Treppe. Wer unsicher ist, sollte die fertige Planung vor dem ersten Zuschnitt zusätzlich anhand eines Papp- oder Holzmodells im Maßstab überprüfen.

Kosten einer Podesttreppe im Überblick

Eine Podesttreppe kostet in der Regel mehr als eine vergleichbar hohe gerade Treppe, da neben den beiden Läufen zusätzlich die eigenständige Konstruktion des Zwischenpodests eingeplant und gebaut werden muss. Der genaue Mehrpreis hängt stark vom gewählten Material sowie davon ab, ob das Podest freitragend ausgeführt wird oder auf einer eigenen Stütze aufliegt.

Zusätzlich schlägt sich der höhere Planungs- und Montageaufwand in den Arbeitsstunden nieder: Zwei aufeinander abgestimmte Läufe samt Podestanschluss benötigen mehr Zeit für Aufmaß, Zuschnitt und Ausrichtung als eine durchgehend gerade Treppe. Bei einer Anfrage beim Fachbetrieb lohnt es sich deshalb, gezielt nach der Kostenaufteilung zwischen Material, Podestkonstruktion und Montage zu fragen, statt sich nur auf den Gesamtpreis zu verlassen.

Für eine realistische Kosteneinschätzung nach Material und Treppentyp lohnt sich deshalb ein Blick in den Beitrag Was kostet eine Treppe? Preise nach Typ, Material & Einbau, der die Preisspannen verschiedener Treppentypen und Materialien im direkten Vergleich zusammenstellt.

Häufig gestellte Fragen zur Podesttreppe

Was ist eine Podesttreppe?

Laut treppe-einbauen.de eine zweiläufige Treppe, bei der ein Zwischenpodest die beiden geraden Treppenläufe miteinander verbindet und dabei die Laufrichtung ändert.

Was bedeutet „Podesttreppe 90 Grad“?

Damit ist die L-Treppe gemeint, bei der sich die Laufrichtung am Zwischenpodest um 90 Grad ändert. Es handelt sich um keine eigenständige Bauform, sondern nur um einen anderen Namen für dieselbe Treppenart.

Wie tief muss ein Zwischenpodest mindestens sein?

Die Mindesttiefe orientiert sich an der Laufbreite der Treppe und sollte diese nicht unterschreiten, damit der Richtungswechsel bequem möglich bleibt.

Ab wie vielen Stufen ist ein Zwischenpodest vorgeschrieben?

Nach DIN 18065 ist bei notwendigen Treppen spätestens nach 18 Steigungen ein Ruhepodest einzuplanen.

Ist eine Podesttreppe teurer als eine gerade Treppe?

Ja, da zusätzlich zu den beiden Läufen eine eigenständige Podestkonstruktion eingeplant und gebaut werden muss.

Fazit

Eine Podesttreppe löst mit ihrem Zwischenpodest gleich zwei praktische Probleme auf einmal. Sie verkürzt die benötigte Grundfläche gegenüber einem langen geraden Lauf, und sie erfüllt bei größeren Geschosshöhen häufig ganz nebenbei die vorgeschriebene Ruhepodest-Regel der DIN 18065. Ob als L-Treppe mit 90-Grad-Wendung oder als U-Treppe mit 180-Grad-Wendung, aus Holz oder aus Beton, für innen oder außen: Die Grundprinzipien aus Richtungswechsel, Podestmaßen und Materialwahl bleiben dabei immer dieselben. Wer sie kennt, kann die passende Variante für den eigenen Grundriss gezielt auswählen.

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Andreas Hoffmann, Autor von treppe-einbauen.de
Andreas Hoffmann/ author of the article

Andreas Hoffmann bringt über zehn Jahre praktische Erfahrung im Treppenbau mit — vom Zuschnitt einzelner Stufen bis zum kompletten Einbau. Seine handwerkliche Praxis stammt überwiegend aus dem Ausland; Inhalte zu deutschen DIN-Normen, rechtlichen Vorgaben und Berechnungen recherchiert er deshalb unabhängig von der eigenen Praxiserfahrung anhand geprüfter, offizieller Quellen. treppe-einbauen.de ist ein unabhängiges, werbefinanziertes Informationsportal ohne eigenen Produktverkauf.

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